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13.04.2010
Kyffhäuser Berglauf und MTB-Marathon
Beim Kyffhäuser Berglauf startete als Vorbereitungslauf auf den langen Rennsteiglauf (72 km) Steffen Plewan über die Marathon-Distanz. Mit dem Rad, genauer gesagt mit Mountain-Bike finishte Kai Gläßer trotz zweier Platten das Rennen. Aber lest selbst seinen Bericht...
Samstagmorgen 5:50 Uhr klingelte der Wecker. Leider war ausschlafen nicht angesagt, denn der Start des Kyffhäuser-Berg-Rennen-Mountainbike stand ja schon um 8:00 Uhr auf dem Programm. Ein vorsichtiger Blick durchs Fenster bestätigte die vorabendliche Insiderinformation. Es hatte nicht geregnet und die Strecke soll sich in bestem und vor allem trockenen Zustand befinden. Doch dann der Blick aufs Thermometer, ganze 2 Grad Plus.
Nach dem typischen Bikerfrühstück ging es dann fix zur Anmeldung und auf´s Rad, ein paar Runden drehen. Schnell war klar, in den RACE-Schuhen ist´s viel zu kalt. Also schnell noch die Winterschuhe dran und ordentlich warm fahren. 07:50 Uhr stand ich dann am Start und das Quecksilber im Thermometer war immerhin um ganze zwei Striche gestiegen. Und dann ging es endlich los, die ersten Kilometer auf flacher Straße zogen das Feld weit auseinander. Im vorderen Pulk gut mittig positioniert konnte ich schön im Windschatten „surfen“ bis es dann ruckartig rechts auf einen Feldweg bergan in Richtung Gipfel ging. Schnell zeigte sich hier wer wirklich nur „mitgesurft“ war und wer nicht. Das Feld flog völlig auseinander und es bildeten sich kleinere Grüppchen. Nach kurzer Zeit hatte ich dann auch eine Gruppe gefunden mit der ich gut mithalten konnte.
Die Strecke war übrigens wie am Vorabend von Einheimischen versprochen bestens präpariert und staubtrocken. Auf dem Weg hoch zum Kyffhäuser hatten sich dann noch zwei Biker aus meiner Gruppe verabschiedet und wir waren am Gipfel noch zu dritt. Jetzt die Dämpfer auf und mit Schwung ins Tal. Endlich bergab… Ein wenig Spaß hat es schon gemacht, über die Wellen zu jagen, bis wir dann ca. 3km vor dem Ziel auf zwei weitere Fahrer aufliefen. Und dann war da ja noch das kurze aber gefährliche Stück Steilabfahrt direkt vor dem Zielort.
Ich wusste, wer als erster in den Abschnitt geht hat auch die besten Karten auf den letzten Metern hin zum Ziel. Also setzte ich noch vorher zum Überholen an und war fast vorbei als das Steilstück immer näher kam. Aber eben nur fast, ich beschloss mich besser auch nach links einzureihen, um den tiefen Regenrinnen zu entgehen. Aber da ließ man mich natürlich nicht wieder so einfach einfädeln und ich musste wohl oder übel Augen zu und durch.
Falsch gedacht. PIFF PAFF und beide Reifen waren platt, zum Glück konnte ich noch bis auf das flachere Asphaltstück rollen wo ein kontrolliertes Steuern allerdings nicht mehr möglich war und ich unsanft abgeworfen Bodenkontakt aufnahm. Und das 1km vor dem Ziel wo es auch noch nur bergab ging. Mir blieb also nur die Beine in die Hand zu nehmen um noch ordentlich zu finishen. Meine Gruppe war natürlich weg, und noch Eine zischte vorbei, und noch Eine, und… naja damit war ein Top-Ergebnis nicht mehr drin und mit 1:34:04 musste ich mich wie schon im Vorjahr mit Platz 11 meiner Altersklasse zu Frieden geben.
Als ich im Anschluss zwei neue Schläuche einziehen wollte wurde das ganze Ausmaß der Aktion sichtbar. Das Schaltwerk ist verbogen und die Felgen sind verbeulte Eier, dabei war doch Ostern schon vorbei…
Bei der Durchsicht der Ergebnislisten konnte ich noch einen weiteren 11. Altersklassenplatz für einen Pulsschläger entdecken. Steffen Plewan erzielte in 3:30:08 ein erstklassiges Ergebnis auf der Marathondistanz.
Und natürlich zählt auch heute wieder „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“
Ergebnisse (42 km Lauf und MTB)
46. Steffen Plewan, 03:30:08 h (Lauf) 65. Kai Gläßer, 01:34:04 h (MTB)
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